Archiv für die Kategorie 'Muttertag'

Zum heutigen frohen Feste …

Zum heutigen frohen Feste
wünsch ich von Herzen dir
das Schönste und das Beste
und dein Liebe mir.
Nimm meinen Wunsch
aus reinem Sinn
und treuer Liebe freundlich hin!

Volksgut

Mutterliebe …

Mutterliebe, man nennt dich des Lebens Höchste!
so wird denn jedem,
wie schnell er auch stirbt, dennoch seni Höchstes zuteil!

Friedrich Hebbel (1813-1863)

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An meine Mutter

Obgleich kein Gruß, obgleich kein Brief von mir
So lang dir kömmt, lass keinen Zweifel doch
Ins Herz, als war’ die Zärtlichkeit des Sohns,
Die ich dir schuldig bin, aus meiner Brust
Entwichen. Nein, so wenig als der Fels,
Der tief im Fluß vor ew’gein Anker liegt,
Aus seiner Stätte weicht, obgleich die Flut
Mit stürm’schen Wellen bald, mit sanften bald
Darüber fließt und ihn dem Aug’ entreißt,
So wenig weicht die Zärtlichkeit für dich
Aus meiner Brust, obgleich des Lebens Strom
Vom Schmerz gepeitscht bald stürmend drüber fließt,
Und von der Freude bald gestreichelt still
Sie deckt und sie verhindert, daß sie nicht
Ihr Haupt der Sonne zeigt und ringsumher
Zurückgeworfne Strahlen trägt und dir
Bei jedem Blicke zeigt, wie dich dein Sohn verehrt.

Johann Wolfgang von Goethe

Weil heut der Tag der Mutter ist…

Weil heut der Tag der Mutter ist,
bring ich dir einen Strauß.
Komm, suche dir doch auch etwas
von meinem Spielzeug aus.
Ich schenke dir, was dir gefällt,
ist es mir noch so wert:
den Fußball und das Bilderbuch
und selbst mein Schaukelpferd.
Und wenn ich groß gewachsen bin
und Geld verdienen kann,
so kauf ich dir, mein Mütterlein,
das Allerbeste dann.
Ich kaufe dir dann Zuckerzeug
und Brezeln und Konfekt
und freue mich, mein Mütterlein,
wenn es dir herzlich schmeckt.

Unbekannter Autor

Meine Mutter

Kein Vogel sitzt in Flaum und Moos
in seinem Nest so warm
als ich auf meiner Mutter Schoß,
auf meiner Mutter Arm.
Und tut mir weh mein Kopf und Fuß,
vergeht mir aller Schmerz,
gibt mir die Mutter einen Kuss
und drückt mich an ihr Herz.

Friedrich Wilhelm Güll

Was soll ich dir denn sagen …

Was soll ich dir denn sagen,
O gute Mutter, heut?
Was soll ich dir denn wünschen,
Das dich und mich erfreut?

Ja könnt’ ich Dir’s nur sagen,
Wie’s um das Herz mir ist!
Du weißt es ja doch besser,
Wie teuer Du mir bist.

Daß du mich immer liebest
Und ich lieb’ immer Dich -
Nichts Schöneres kann ich wünschen,
Nichts Besseres für dich und mich.

Karl Enslin 1819 - 1875

So lange noch auf Erden …

So lange noch auf Erden
Ein Kind die Mutter hat,
So lang braucht’s nicht zu leiden,
So lang wird’s warm und satt.

So lange darf’s sich freuen,
So lang hat’s keine Not. -
O wolle sie behüten,
Du lieber, lieber Gott.

All’ Mütterlein auf Erden,
So weit die Sonne scheint,
Damit kein Kindlein leide,
Damit kein kindlein weint.

Rosa Petzel 1877

Lieb Mütterchen …

Lieb Mütterchen, viel Glück
Zu diesem schönen Tage;
Er komm’ uns ohne Plage
Noch oft und froh zurück.
Sie dachten all sich aus
Ein Geschenk zu deinem Feste;
Für mich ist wohl das Beste
Ein Verschen und ein Strauß.

Friedrich de la Motte Fouqué 1777 - 1843

Dein Töchterlein …

Dein Töchterlein, das kleine,
Kommt ganz alleine
Und wünsch Dir heut’ -
Alles, was dich freut.

Rosalie Koch 1844